Breitwegerich

Gemeinsam forschen – nachhaltig lernen.

Im Jahresverlauf

Frühling

sommer

Herbst

Winter

Beschreibung

  • Wuchsform: bodennahe Blattrosette
  • Höhe: meist 5–30 cm
  • Standort: Wegränder, Wiesen, Gärten, verdichtete Böden

Blatt

  • Blätter: breit, oval bis eiförmig, oft flach am Boden liegend
  • Blattadern: 5–7 deutlich sichtbare, fast parallel verlaufende Rippen

Blüte

  • Blüten: unscheinbar, grünlich bis bräunlich, in langen, dünnen Ähren
  • Blütezeit: Mai bis September

Nutzen für den Wald und seine Bewohner

    Der Breitwegerich ist nicht nur für Menschen nützlich, sondern auch für viele Tiere:

    • Wildbienen sammeln Pollen an den Blüten
    • verschiedene Käfer und Raupen nutzen ihn als Nahrung
    • kleine Pflanzenfresser wie Kaninchen oder Schnecken fressen die Blätter
    • die Pflanze wächst auch auf verdichteten Böden und hilft, kahle Stellen zu begrünen

    Außerdem zeigt Breitwegerich oft an, dass ein Boden stark betreten oder verdichtet ist.

    Heilwirkung

    Breitwegerich wurde schon seit langer Zeit als Heilpflanze genutzt, vor allem für Haut und Atemwege.

    Wichtige Inhaltsstoffe

    • Schleimstoffe
    • Gerbstoffe
    • Aucubin (ein pflanzlicher Schutzstoff)
    • Flavonoide
    • Bitterstoffe

    Mögliche Wirkungen

    • entzündungshemmend
    • reizlindernd
    • juckreizstillend
    • leicht antibakteriell
    • wundheilungsfördernd
    • beruhigend für Haut und Schleimhäute

    Traditionelle Anwendungen

    • zerdrückte Blätter auf Mückenstiche, Brennnesselstellen oder kleine Kratzer
    • als Tee oder Sirup bei Husten und gereizten Atemwegen
    • als Umschlag bei kleinen Wunden und Hautreizungen

    Deshalb wird Wegerich oft auch als „Wiesenpflaster“ bezeichnet.

    Mythologie

    • Der Name Wegerich bedeutet ungefähr „König des Weges“.
    • Breitwegerich wurde früher von nordamerikanischen Ureinwohnern „Fußspur des weißen Mannes“ genannt, weil er sich entlang von Wegen und Siedlungen verbreitete.
    • Besonders bekannt ist der angelsächsische „Neunkräutersegen“ – ein alter Heilzauber aus dem frühen Mittelalter. Dort wird der Wegerich als starke Schutz- und Heilpflanze angerufen.
    • Da Breitwegerich bei Stichen, kleinen Wunden und Husten helfen konnte, schrieb man ihm auch magische Heilkräfte zu.

      Wissenswertes

      • Eine Besonderheit ist, dass der Breitwegerich sehr trittfest ist – deshalb wächst er oft genau dort, wo Menschen oder Tiere häufig laufen.
      • Er heißt auch „Wiesenpflaster“
      • Vor allem junge Blätter sind essbar. Sie können in Salat, Kräuterbutter oder Suppe verwendet werden.